| Staat (Code) | Fläche | akt. Wachstum 2026 | Einwohner | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2020 | 2025 | 2026 | 2030 | 2040 | 2050 | |||
| Irák (IQ) | 438 317 km² | 1,8 % |
39 353 000
|
43 629 000
|
44 415 000
|
47 442 000
|
55 166 000
|
62 031 000
|
Irak im Jahr 2050: 62.031.000 (62,0 Millionen)
(Irak ohne Migration (Zero Migration Szenario) von 2020 bis 2050: 67.054.000)
Abwanderung zwischen 2020 und 2050: 8.699.000 (8,7 Millionen)
Zuwanderung zwischen 2020 und 2050: 3.676.000 (3,6 Millionen)
Die zukünftige Bevölkerungzahlen des Irak werden stark durch Migration geprägt und beeinflusst werden. Drei gewichtige Gründe sprechen für eine moderat niedrigere Einwohnerzahl in langfristiger Prognose als offiziell angedacht; zwischen 63 und 71 Millionen Einwohner für das Jahr 2050 sind bereits vohergesagt, jedoch dürften nachhaltige politisch/gesellschaftliche Spannungen und auch künftig große wirtschaftliche Unterschiede zu anderen Ländern (Wohlstandsvorsprung) sowie ein gewaltiger Klimawandel (Wassermangel, extreme Hitze) zu sehr vielen Auswanderern führen.
Vor allem wandern mindestens die Hälfte dieser Migranten in die kulturell sehr ähnlichen und geografisch nahen Länder der arabischen Halbinsel aus. Saudi Arabien, Katar oder die arabischen Emirate scheinen zudem ihre Bevölkerungen ganz gezielt zu vergrößern um auch international mehr Gewicht zu erreichen. Vor allem arabische Zuwanderer aus den "ärmeren" arabischen Staaten wie Ägypten, den Jemen oder eben den Irak bieten da ein sehr ergibiges "Hinterland" für die offensichtliche Großexpansion der sehr wirtschaftstarken - und visionären Golfstaaten.
Allerdings gibt es auch bereits gegenwärtig eine große Diaspora irakischer Menschen in westlichen Ländern mit relativ stark steigender Tendenz eines nachhaltigen Nachzugs.
Dennoch entwickelt sich die Bevölkerungszahl im Irak weiterhin expansiv was sich besonders in den Städten niederschlägt. Im Jahr 2020 gab es fünf Millionenstädte im Land mit insgesamt 12,6 Mio. Einwohner. Im Jahr 2050 steigt die Zahl der Metropolen auf neun - mit dann insgesamt 31,2 Millionen Bewohnern. Davon fast die Hälfte in der Hauptstadt Bagdad. Für die kurdischen Städte im Norden ist trotz der komplizierten politischen Lage mit einem langfristig stärkeren Wachstum zu rechnen als im übrigen Land; aufgrund der klimatischen Lage teils in oder nahe der Berge kann sich ein Vorteil ergeben. In der weiten Flachebene des Irak werden die Städte mit gewaltigen Herausforderungen des sich rasch verschärfenden Klimawandels konfrontiert sehen, vor allem in der Wasserversorgung.
Das Jahr 2050 - hier auf M.d.Z oft eine zentrale Zeitmarke, wird der Irak sehr wahrscheinlich weiterhin ein stark differenziertes Land beiben in dem Armut und Mangelwirtschaft zur Normalität gehört, zugleich aber auch der Wohlstand parallel weit verbreitet sein wird. Auch mit dann rund 62 Millionen Menschen (weniger als von offiziellen Prognosen beschrieben) bleibt es eine der weltweit kritischsten Länder zur Sicherung und mehrung von Wohlstand und Sicherheit.
Ab 2050 ist es sogar sehr wahrscheinlich das die Metropolen stagnieren oder sogar in der Einwohnerzahl sinken. Vor allem Mosul, aber auch Basrah und eben auch Bagdad erwarten in den langen Sommern für viele Monate extreme Hitzephasen von + 50 Grad (im Schatten) mit Höchstwerten von bis über + 60 Grad. Lediglich Sulamaniya und Erbil sind klimatisch etwas günstiger und wachsen deshalb langsam weiter. Das führt speziell ab der Zeit ab 2040 zu einer vermehrten Migration in klimatisch günstigeren Ländern, auch abseits der ähnlich heißen Golfstaaten.
Deshalb ist es sehr wahrscheinlich das ab dem Jahr 2050 die Gesamtzahl der Menschen im Irak nicht mehr wachsen wird, wobei die Geburtenraten dann noch immer bei mindestens 2,2 Kinder pro Frau liegen könnte. M.d.Z. schätzt das zwischen 2050 und 2060 mit 8,1 Millionen Menschen annähernd so viele das Land verlassen wie in den 30 Jahren zuvor zwischen 2020 und 2050. Bei einer deutlich niedrigeren Remigration sowie ausländischen Einwanderung führt das zu einem Absinken der Einwohnerzahl auf etwas über 60 Millionen im Jahr 2060.
| Stadt (⇳) | Staat (⇳) | Region (⇳) | Fläche (⇳) | akt. Wachstum 2026 (⇳) | Einwohner | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2020 | 2025 | 2026 | 2030 | 2040 | 2050 | |||||
| Bagdad | Irák (i) | 711 km² | 5 % |
7 122 000
|
8 428 000
|
8 807 000
|
10 755 000
|
14 150 000
|
15 133 000
|
|
| Basra | Irák (i) | 238 km² | 4,6 % |
1 562 000
|
1 855 000
|
1 936 000
|
2 316 000
|
3 091 000
|
3 050 000
|
|
| Erbil | Irák (i) | 262 km² | 7 % |
1 135 000
|
1 414 000
|
1 489 000
|
1 947 000
|
2 768 000
|
3 273 000
|
|
| Hilla (i) | Irák (i) | 74 km² | 2,5 % |
501 000
|
571 000
|
585 000
|
651 000
|
902 000
|
1 010 000
|
|
| Kerbala | Irák (i) | 115 km² | 3,5 % |
743 000
|
856 000
|
880 000
|
1 016 000
|
1 381 000
|
1 331 000
|
|
| Kirkuk | Irák (i) | 123 km² | 3,2 % |
1 005 000
|
1 101 000
|
1 125 000
|
1 295 000
|
1 465 000
|
1 359 000
|
|
| Mosul (i) | Irák (i) | 220 km² | 4,5 % |
1 457 000
|
1 733 000
|
1 815 000
|
2 097 000
|
2 731 000
|
2 980 000
|
|
| Najaf-Kufah | Irák (i) | 139 km² | 3 % |
952 000
|
1 075 000
|
1 102 000
|
1 251 000
|
1 450 000
|
1 327 000
|
|
| Nasiriya | Irák (i) | 37 km² | 2,5 % |
579 000
|
653 000
|
***
|
710 000
|
808 000
|
712 000
|
|
| Ramadi (i) | Irák (i) | 25 km² | 5 % |
80 000
|
267 000
|
***
|
361 000
|
635 000
|
890 000
|
|
| Sulamaniya | Irák (i) | 164 km² | 5 % |
808 000
|
984 000
|
1 033 000
|
1 258 000
|
1 541 000
|
1 801 000
|
|