Stadt: Gelsenkirchen

Stadt (⇳) Staat (⇳) Region (⇳) Fläche (⇳) akt. Wachstum 2026 (⇳) Einwohner
2020 2025 2026 2030 2040 2050
Gelsenkirchen Deutschland (i) Nordrhein Westfalen (i) 105 km² 0,2 %
266.000
269.000
***
273.000
266.000
257.000

Beschreibung:

Gelsenkirchen ist Teil der Millionenmetropole Ruhrgebiet, und dort in einer zentralen Rolle vertreten, jedoch lediglich in geographischer Hinsicht, da kulturell oder wirtschaftlich die Stadt eher wie ein Stadtteil innerhalb einer Metropole wirkt (ähnlich wie Neukölln in Berlin) und damit wenig eigene zentrale Impulse setzen kann.

Aufgrund seiner Größe hat Gelsenkirchen aber durchaus Potential für die Zukunft. Mit seiner gewachsenen auf historischen Entwicklungen einer Montan und Schwerindustrie geprägter Urbanität verfügt die Stadt über eine große Menge an massiver Bausubstanz für Wohnzwecke, deren Rückbau in Perioden des Leerstandes einerseits sehr aufwändig wäre, anderseits zur Integration steigender Migrantenzahlen eine Herausforderung für die Stadtplanung darstellen. Dies ist für Gelsenkirchen im besonderen Fall interessant da hier - im Gegensatz zu anderen Städten (wie Köln oder Düsseldorf) die internationale Zuwanderung weiterhin aus den dort bereits ansässigen Gruppen in die Stadt kommen. (Türkei, arabische Länder, Südosteuropa) Eine ethnisch-kulturelle Schwerpunktarbeit muss hier zentral in die Stadtplanung integriert werden.

Gelsenkirchen würde ohne Migration eine Einwohnerzahl von 221.000 im Jahr 2050 vorweisen. Eine negative (inländische) Wanderungsbilanz von (minus) 40.000 zwischen 2020 und 2050 - der 76.000 internationale Zuwanderer gegenübersteht, bildet die finale Einwohnerzahl von 257.000 für das Jahr 2050. Trotz des stetig hohen Zuzugs aus dem Ausland dürfte die Zahl der Menschen in Gelsenkirchen zukünftig sinken, weil große Teile der eingesessenen wirtschaftlich erfolgreicheren Bevölkerung entweder abwandern oder augfrund des demografischen Wandels versterben.

Innerhalb der Stadt sind ein deutlicher Unterschied zwischen Nord und Süd erkennbar, wo die zentrale Südstadt ein Schwerpunkt der migrantischen Stadtkultur bildet. In Zukunft bleibt dieser Teil auch in Hinsicht eines urbanen Umbaus (viel Potential zum Rück oder Umbau postmoderner Zweckbauten jenseits des Denkmalschutzes) intressante Perspektiven. Die nördlichen Bereiche von Gelsenkirchen (Buer) entwickeln sich eher wie die Nachbarstädte (Herten, Gladbeck) wo auch um 2050 noch ein entspannter Wohnungsmarkt durchaus lebenswerte Möglichkeiten bieten, was der Stadt kreative Entwicklungsaussichten ermöglicht. 

Im Jahr 2060 sind in der Stadt mit 246.000 zwar wiederum weniger Einwohner zu erwarten, die aber mit 7,5% weniger Menschen im Vergleich zu 2020 ein geringerer Verlust sein werden als viele andere Großstädte in NRW verkraften müssen. Der Grund dafür ist der hohe Migrantische Anteil in der Bevölkerung der Zukunft welcher allerdings nicht zur Kettenmigration aufschließen kann. Das würde sogar zu einem Bevölkerungsanstieg führen. Wahrscheinlicher ist eine deutliche Reduzierung der Zuwanderung aufgrund des technischen Fortschritts und einer entsprechenden Politik. Dennoch bleibt der Bedarf hoch in Bereichen wie Seniorenpflege, Gesundheit, Handwerk und Kultur was bis in ferner Zukunft (Jahr 2060) eine entsprechende Zuwanderung aus dem Ausland wahrscheinlich und wichtig macht.



Gehört zu Region Nordrhein Westfalen

Region Land Fläche akt. Wachstum 2026 Einwohner
2020 2025 2026 2030 2040 2050
Nordrhein Westfalen Deutschland (i) 34.092 km² -0,15 %
17.846.000
18.034.000
18.011.000
17.869.000
17.173.000
16.128.000

Gehört zu Deutschland

Staat (Code) Fläche akt. Wachstum 2026 Einwohner
2020 2025 2026 2030 2040 2050
Deutschland (DE) 357.114 km² -0,1 %
82.520.000
83.570.000
83.558.000
83.189.000
80.951.000
79.197.000